Defy 123 Triathlon auf Bohol – mein Rennbericht

Nach meiner ersten Half Ironman Distanz am 22.2.14 bei der Challenge Philippines stand am 25.5.14 ein weiteres Highlight dieses Jahres an: der Defy 123 Triathlon auf Panglao Island, Bohol, über 1 km Schwimmen, 110 km Radfahren und 12 km Laufen. Schon letztes Jahr bei der ersten Auflage im Oktober 2013 hatte ich mit diesem Event geliebäugelt. Damals hatte ich jedoch noch allzu großen Respekt vor den 110 km Radfahren.

Doch nach einigen ausgiebigen Einheiten auf dem Rad kann ich mittlerweile auch bei Strecken, die länger als 100 km sind ein für mich hohes Tempo halten. Ich konnte ausgiebig auf der Rennstrecke trainieren, da ich ja seit über einem Jahr regelmäßig unregelmäßig auf Panglao Island in der Nähe vom Alona Beach wohne. Mein ursprüngliches Ziel war eine Zeit von unter 5:00 h für diesen Triathlon, wobei ich mir insgeheim eine Top 3 Platzierung zumindest in meiner Altersgruppe 30-34 erhofft hatte.

Doch offenbar sind auch die Triathleten hier auf den Philippinen noch einmal deutlich schneller geworden in den letzten Monaten, sodass im Vergleich zum letzten Mal eindeutig schnellere Zeiten nötig waren, um auf´s Treppchen zu kommen. Für mich war der Defy 123 jedenfalls ein voller Erfolg, und mit meiner Zeit von 4:49 h bin ich voll zufrieden. Meine Splits waren 21:25 min – 3:21:33 h – 1:05:57 h.

D.h., dass ich beim Schwimmen immer noch etwas von meiner Wunschzeit von 18 min / km entfernt bin. Mit einem Schnitt von knapp 33 km / h beim Radeln bin ich zufrieden, wobei da mit etwas mehr Radtraining noch locker mehr gehen müsste. Ein Schnitt von 35 oder sogar 36 km/h sollte mittelfristig machbar sein – vielleicht noch nicht ganz beim Ironman Melbourne nächstes Jahr, aber auf einer Mitteldistanz allemal, sofern die Strecke nicht ganz so hügelig ist wie in der Subic Bay letzten Februar.

Mit meiner Performance beim Laufen von ca. 5:30 min / km bin ich sicherlich wieder etwas unter meinen Möglichkeiten geblieben, aber wirklich mehr war dieses Mal nicht drin. Nach ca. 90 km auf dem Rad hatte ich Krämpfe im richten Oberschenkel nach einem leichten Anstieg, was mir gezeigt hat, dass ich schon ziemlich am Limit war. Langfristig möchte ich aber wieder konstant auf ca. 5:00 / km kommen, auch bei einer Mitteldistanz.

Der Rennverlauf
Das Rennen an sich ist super verlaufen: beim Schwimmen hatte ich nur hin und wieder einen Rempler von anderen Athleten bekommen, und beim Radfahren hatte ich schnell eine Gruppe gefunden, in der ich mitfahren konnte und lange Zeit sogar gut das Tempo bestimmen konnte. Überhaupt war es für mich das erste Mal, dass ich draften konnte und die Vorteile des Schattenfahrens voll auskostete.

Doch zu Beginn der zweiten Runde nach 55 km hatte ich urplötzlich den Anschluss verloren. Schlauerweise dachte ich mir, dass ich erst einmal in aller Ruhe meinen Schokoriegel esse, um dann mit neuen Kräften auch die zweite Runde in 1:35 h zu fahren. Wir waren also mit einem Schnitt von 35 km/h unterwegs, was für mich schon überraschend schnell war. Natürlich habe ich nicht nur den Riegel in aller Eile verloren sondern auch meine Gruppe, die ohne mich von Dannen gezogen ist. Ich hatte wirklich keine Chance, alleine wieder an die Gruppe heranzukommen.

John Rüth, Defy 123 Bohol

Kurz vor dem Defy 123 Triathlon 2014.

Letzten Endes habe ich dadurch wahrscheinlich ca. 10 min länger gebraucht für´s Radeln, da ich mich faktisch alleien „durchkämpfen“ musste. Beim nächsten Mal heißt die Devise also: dran bleiben, und ja nicht den Anschluss verlieren!

Der Defy 123 hat wirklich Spaß gemacht, und mit dem Bellevue Resort Bohol (mehr zu diesem Luxushotel auf www.philippinen-tours.de) hat man einen wunderschönen Austragungsort gewählt. Die Wechselzone mit Klimaanlage ist jetzt schon legendär. Nächstes Jahr bin ich sicher auch wieder mit dabei, sofern der Triathlon wieder im Mai stattfindet.

T1, T2 Defy Triathlon

Die Wechselzone beim Defy 123 Triathlon mit „Beer below Zero“

Es kann sein, dass ich vorher über Philippinen Tours in diesem Zusammenhang auch noch ein Triathlon-Trainingscamp veranstalte, weil ich jetzt schon des Öfteren Anfragen dazu erhalten habe. Bei Interesse einfach eine E-Mail an info@philippinen-tours.de schicken. Voraussichtlich werde ich im April / Mai 2015 ein Trainingslager über 2-4 Wochen hier auf den Philippinen organisieren, das sowohl auf den Defy 123 als auch Tabuelan 111 oder sogar den Ironman 70.3 Philippines vorbereiten soll.

Für die nächsten Wochen und Monate habe ich nicht ganz so viel geplant, evtl. gehe ich am 13. Juli in Königsbrunn an den Start – in einem Monat geht es nämlich wieder für ein paar Wochen zurück in bayerische Gefilde. Meine Teilnahme bei der Ironman 70.3 EM in Wiesbaden ist noch nicht ganz sicher, aber ich werde auf jeden Fall auf diesen Triathlon hintrainieren:D

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3 Responses to Defy 123 Triathlon auf Bohol – mein Rennbericht

  1. Sebastian 10. Juni 2014 at 08:20 #

    Hi John,
    schoener Bericht! Und Dein Triathlon Trainingscamp klingt sehr spannend. Das koennte ich mir sehr gut vorstellen. Moechte jetzt auch mit Triathlon loslegen und habe Ende November den Phuket Triathlon ins Auge gefasst. Die kuerzere Distanz, nicht den Challenger:)
    Lg aus Phuket,
    Sebastian

    PS: Gruess mir die bayerische Heimat!

    • John 10. Juni 2014 at 08:26 #

      Hi Sebastian,

      das wäre natürlich spitze, wenn wir hier gemeinsam trainieren würden:D Die Challenge Phuket hatte ich dieses Jahr übrigens auch noch auf dem Schirm, aber das hängt wohl stark von meinem Budget ab…

      Die Grüße richte ich aus und an Dich auch sonnige Grüße aus Cebu und natürlich Glückwunsch zu Deinem Halbmarathon-Finish!

Trackbacks/Pingbacks

  1. On the way to Ironman Melbourne… - 23. Juni 2014

    […] I could run this time. After my two big triathlons at the Challenge Philippines in February and the Defy 123 Triathlon four weeks ago, I had the feeling that my run was getting better again but I was still not as fast […]

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