Laufschuhe im Test: Brooks Glycerin 8 (Teil 2)

Heute möchte ich meinen ersten ausführlicheren Testbericht in Sachen Laufschuhen veröffentlichen: der Beitrag dreht sich um die Brooks Glycerin 8, der mit dem 9er mittlerweile einen würdigen Nachfolger gefunden hat. Wer gut gedämpfte, neutrale Laufschuhe sucht, der ist mit dem Glycerin gut beraten. Zwar hat sich meine anfängliche Euphorie ein wenig gelegt, doch ich kann diese Schuhe nach wie vor empfehlen.

Mittlerweile bin ich an die 500 km mit diesen Tretern gelaufen, und ich habe keine Zweifel, dass sie auch noch weitere 500 gut aushalten werden. Die Brooks DNA Technologie ist bemerkenswert, und diese Laufschuhe vermitteln tatsächlich ein ganz eigenes Laufgefühl. Dieses stellt sich jedoch erst nach einer gewissen Laufdistanz ein, was eben mit der besagten Sohlen-Technologie zusammen hängt.

Laufschuhe Brooks Glycerin 8 im Test

Ähnlich wie beim Ghost 3, den ich zuvor getestet hatte, stellte sich beim Brooks Glycerin 8 auch erst mal ein leichter Wadenschmerz ein, da die starke Dämpfung für mich zunächst recht ungewohnt war. Dieses Modell von Brooks gilt bei vielen Läufern als „Wohnzimmer für die Füße“, und ich kann nach vielen langen Testläufen nachvollziehen, woher dieser Name rührt.

Für Läufer, die eher auf mehr Bodenkontakt stehen und denen eine starke Dämpfung zu viel ist, wird der Brooks Glycerin keine Alternative darstellen. Bei Läufen über 20 km (vor allem im Wettkampf) würde ich ihn ehrlich gesagt auch nicht mehr anziehen, da mir die Dämpfung auf Dauer zu viel Kraft rauben würde.

Auf der anderen Seite ist er wohl auch nichts für kurze Distanzen wie 1000 m oder 5000 m auf Zeit, da sich die Sohle eben erst nach ein paar Kilometern optimal an den Fuß anpasst – jedenfalls hatte ich diesen subjektiven Eindruck. Mit anderen Worten: für Trainingsläufe zwischen 5 und 20 km scheint mir der Brooks Glycerin ideal zu sein.

die Brooks Glycerin 9 sind sicher auch ein echter Hingucker

Brooks Glycerin 8: Die Fakten
– neuartiges Dämpfungssystem (DNA), das sich dem Gewicht und der Geschwindigkeit des individuellen Läufers anpasst; ich persönlich war beeindruckt von dem weichen Laufgefühl, glaube aber, dass mir die Dämpfung auf langen Läufen mittlerweile zu viel ist bzw. zu viel Kraft nimmt
– Laufschuhe geeignet für eine neutrale Abrollbewegung; ich habe standardmäßig Einlagen drin und hatte keinerlei Beschwerden mit den Brooks Glycerin. Jedoch kann man erst nach einigen Laufkilometern beurteilen, ob der Schuh auch wirklich zu einem passt
– tolles Design: eigentlich gebe ich nicht allzu viel auf den Look meiner Laufschuhe, doch bei diesem Modell fällt es besonders positiv auf; ich habe die schwarz-grünen Brooks sehr liebgewonnen und finde, dass auch der Brooks Glycerin 9 dem Vorgänger in Sachen Design nicht nachsteht
– Preis: mit einem Höchstpreis von ca. 140 Euro gehört der Brooks Glycerin sicherlich zu den teureren Laufschuhen; doch die Technologie, das Design und die Verarbeitung der Schuhe rechtfertigen die zusätzlichen Euros absolut.

Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen möchte, sollte sich einfach ein Auslaufmodell holen; ich habe den Glycerin 8 übrigens bei Runnerspoint schon einmal für 70 Euro gesehen – blöd nur, dass ich das Modell damals schon gekauft hatte:) Wer sich den Brooks Glycerin 8 kaufen möchte, der kann mal bei Amazon vorbei schauen* – dort ist er scheinbar noch zu haben.

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One Response to Laufschuhe im Test: Brooks Glycerin 8 (Teil 2)

  1. Jürgen 15. März 2013 at 00:00 #

    Hi,

    ich habe mit den Brooks Glycerin auch sehr gute Erfahrungen gemacht und kann sie nur weiterempfehlen – vor allem für etwas schwerere Läufer wie mich ist die starke Dämpfung ein wahrer Segen.

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