Freitauchen und Triathlon

Seit einigen Wochen bin ich im „freediving“-Fieber. Freediving wird in Deutschland auch als Freitauchen bzw. Apnoetauchen bezeichnet – hier geht es also um das Tauchen mit nur einem Atemzug. Bisher war ich nur hin und wieder als Scuba-Diver mit Flasche auf Tauchstation gegangen, wobei ich meinen ersten Tauchkurs vor etwa 20 Jahren absolviert habe.

Das war damals rund um Panglao Island, als es dort nur wenige Resorts und Tauchschulen gab. Heutzutage gibt es Dutzende von Beidem. Ich bin auf das Thema „freediving“ eher zufällig gekommen: In 2012 hatte ich auf Koh Tao mal etwas davon gelesen, mich aber nicht getraut, einen Kurs zu absolvieren. Letztes Jahr im August war es dann Diggi, den ich schon 2006 auf Camiguin kennengelernt hatte, und welcher mir von seiner neuen Leidenschaft erzählt hatte.

Diggi selbst ist auch schon seit mehr als 20 Jahren auf den Philippinen unterwegs, hat jahrelang als Scuba-Instructor gearbeitet und ist dann vor ein paar Jahren in das Lager der freediver gewechselt. Als meine Frau Bea und ich im Februar dann bei Diggi im Kurma Freediving aufgekreuzt sind, hat es uns „voll erwischt“.

Screenshot der Homepage von Kurma Freedive

Screenshot der Homepage von Kurma Freedive

Ich hatte während unserer ersten Session zum WSF Freediver Course auch ein paar Fotos gemacht, nur leider ist mein iPhone bei der open water session mit tauchen gegangen und offenbar ertrunken. Daher nur der obige Screenshot der Homepage.

Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass mir das jahrelange Triathlon-Training auch in Sachen Freitauchen hilft, da mein Sauerstoff-Haushalt recht gut zu laufen scheint. Ich habe ohne große Probleme einen „breathhold“ von 4:00 min im Pool hingelegt und bin gestern im Zuge meiner vierten „open water session“ auf 20 m getaucht – sowohl in der Disziplin „free immersion“ (FIM) als auch „constant weight“ (CWT).

John Rueth,  Philippine Freediver

Beim Freitauchen rund um Mactan Island

„Free immersion“ meint dabei, dass man sich an der „rope“ hinunter- und auch wieder hinaufzieht; beim „constant weight“ werden nur die Flossen verwendet, um runter und wieder hoch zu kommen. Ich hab mir parallel zu meinen Triathlonzielen für dieses Jahr natürlich auch schon ein paar Ziele für´s freediving gesteckt:

Ich möchte bis Ende des Jahres auf einen breath hold („static apnea“) von mind. 5:00 min kommen, 50 m tief tauchen („constant weight“ und „free immersion“) und im Pool mit Fins (DYN) auf 100 m Distanz kommen, ohne Fins (DNF) auf mind. 70 m. Damit würde ich nach heutigem Stand rein theoretisch alle „Philippine national records“ in diesen Disziplinen brechen…

Mein Triathlon-Training wird in den nächsten Monaten also durch Freitauchen ergänzt, wobei ich mindestens drei Mal pro Woche eine „apnea table“ machen werde, eine „pool session“ und idealerweise eine „open water session“ hier im Freedive HQ auf Mactan Island, welches nur ein paar Kilometer von unserem Zuhause entfernt liegt.:D

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